Herr Dr. Neuberger, seien Sie gegrüßt…

Grußworte der OWG-Gemeinschaft anlässlich der bevorstehenden Pensonierung

Dr. Stefan Schwöbel – Stellvertretender Schulleiter

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Sehr gerne folge ich der Bitte des OWG.magazins um ein persönliches Grußwort zur Verabschiedung unseres langjährigen Schulleiters Herrn Dr. Thomas Neuberger, denn in unserer gemeinsamen Geschichte sind wir uns zweimal begegnet; zunächst in den neunziger Jahren als Kollegen am Leibniz-Gymnasium in Pirmasens, dann ab 2013 hier in Dahn in der Schulleitung des OWG.

Getrennt hat sich unser Weg, als Herr Dr. Neuberger 2002 seinen Dienst als Schulleiter in Dahn angetreten hat und es mich 2003 für neun Jahre an die Europäische Schule in Frankfurt verschlug. Gelegentliche gemeinsame Fußballballspiele in der Halle des „Leibniz“ haben den Kontakt nie abreißen lassen und als ich nach neun Jahren wieder in den Schuldienst des Landes zurückkehrte, habe ich das Angebot, mich für die stellvertretende Schulleitung in Dahn zu bewerben, sehr gerne angenommen, da ich der festen Überzeugung war, dass ich unter der Leitung von Dr. Neuberger in eine lebendige und atmosphärisch sehr angenehme Schule eintreten kann, was sich in den Jahren seit 2013 für mich sehr eindrucksvoll bestätigt hat.

Die vergangenen Jahre der Zusammenarbeit mit Dr. Neuberger waren geprägt von einer grundlegenden Kollegialität und Zugewandtheit mit einem offenen Austausch der Ideen, den ich auch in Bezug auf die ganze Schulgemeinde sehr geschätzt habe und der sich insbesondere im ausnehmend guten Verhältnis zum Kollegium, zu den Schülerinnen und Schülern sowie zur Elternschaft am OWG zeigt.

Nun rückt der Ruhestand näher, den ich mir bei Herrn Dr. Neuberger nur als einen sehr ausgefüllten vorstellen kann, mit der Ehefrau, den Kindern und Enkelkindern in der Familie, aber auch den vielseitigen eigenen Interessen folgend, für die während des Dienstes sicher nicht immer hinreichend Zeit blieb.

Lieber Thomas, ich wünsche dir solch einen Ruhestand, wie du ihn dir zu gestalten wünschst. Deiner Natur gemäß wirst du kaum Zeit für Langeweile finden, aber du wirst sie ganz sicher auch nicht suchen.

Michael Lied – Pädagogische Leitung Sekundarstufe 1

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gerne komme ich der Bitte der Redaktion des OWG.magazins nach und schreibe zur Verabschiedung von Dr. Neuberger ein paar persönliche Rückblicke und Grußworte.

Als Dr. Neuberger im Jahr 2002 als neuer Schulleiter an das OWG kam, war ich selbst noch relativ neu an unserem Dahner Gymnasium. Mein Dienstantritt lag erst knapp zwei Jahre zurück. Zum damaligen Zeitpunkt war ich gerade Mitglied des örtlichen Personalrats und so lernte ich unseren nun scheidenden Schuleiter gleich zu Beginn seiner Amtszeit recht gut kennen. Die Zusammenarbeit in dieser „Personalratszeit“ war geprägt von offenem Austausch und einer vertrauensvollen Atmosphäre, bei der deutlich wurde, dass Herr Dr. Neuberger die Sorgen und Anliegen der einzelnen Kolleginnen und Kollegen sehr ernst nehmen wird und dass es ihm sehr wichtig war, eine harmonische Beziehung zum Kollegium aufzubauen. In so manchen Krisensituationen innerhalb des Kollegiums oder auf schulpolitischer Ebene, war diese gelebte kollegiale Beziehung von großem Wert und ein echter Mehrwert an unserer Schule. Wir konnten uns immer auf unseren Schulleiter verlassen.

Später würde meine Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Neuberger immer stärker von pädagogischen Themen geprägt. Als damaliger Leiter der Ganztagsschule (zuerst gemeinsam mit dem Kollegen Karl-Heinz Knöller) haben wir im Jahr 2012 in intensiver Zusammenarbeit unsere GTS aus der Taufe gehoben. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass die Förderung unserer Schülerinnen und Schüler ein wichtiges Hauptanliegen Herrn Dr. Neubergers war. „Kindern in der GTS eine Chance geben“ war ein Satz, den ich immer wieder in Gesprächen vernahm. Aber auch die Förderung von Interessen und Begabungen, nicht nur in der GTS, war eines seiner zentralen pädagogischen Anliegen.

Persönlicher lernte ich Dr. Thomas Maria Neuberger dann nach meinem Antritt der Stelle als pädagogischer Leiter der Sekundarstufe 1 im Jahr 2016 kennen. Unsere Zusammenarbeit auf Schulleitungsebene war von Anfang an kameradschaftlich auf Augenhöhe. Ich erinnere mich an unsere zahllosen Gespräche, in denen wir uns auch gerne argumentativ „gerieben“ hatten, um dann zu guten Lösungen zukommen. Bei all unseren gemeinsamen Entscheidungen stand das „Wohl des Kindes“ immer im Vordergrund. Diese, seine Sichtweise, bei der nicht nur die Schulleistungen Beachtung finden, sondern die Kinder mit ihrer Persönlichkeit, Entwicklung und der häuslichen Umgebung als Ganzes gesehen werden, hat mich sehr beeindruckt und ich denke auch geprägt. Ich lernte immer mehr den Menschen Neuberger mit seinem großen Herz für die Belange der Kinder kennen. Sein großer Optimismus hat über manche Krisensituation hinweggeholfen. Natürlich gab es auch Phasen, in denen man sich den Optimismus wirklich hart erarbeiten musste (ich denke hier v.a. an die letzten eineinhalb Jahre), in der Regel hat sich aber ein Satz bewahrheitet, der häufig in den Räumen der Schulleitung zu hören war: „Am Ende wird alles gut.“ 

So blicke ich heute zufrieden auf eine gute vertrauensvolle Zusammenarbeit zurück, die mich in meiner Sichtweise an einigen Stellen bestimmt auch geprägt hat. Ich persönlich sehe in Herrn Dr. Neuberger nicht nur einen scheidenden Schulleiter, sondern auch einen kameradschaftlichen Förderer, dem ich manches zu verdanken habe und dem ich an dieser Stelle meinen tiefen Dank aussprechen möchte.

Lieber Thomas, für deinen wohlverdienten Ruhestand wünsche ich dir alles Gute. In Anlehnung an Konfuzius: „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen“ und Albert Einstein: „Abschiede sind Tore in neue Welten“ wünsche ich dir viele neue Welten, die du mit deinem ganzen Herzen erobern kannst.

Lehrer*innen – Personalrat
(Peter Greiner, Jutta Neu, Julia Wildenberg)

Lieber Herr Neuberger, die letzte Sitzung mit dem Personalrat ist vorüber. Ein letztes Mal haben wir uns in Ihrem Dienstzimmer eingefunden, um gemeinsam schulische Angelegenheiten zu besprechen, zu diskutieren, nach Lösungen zu suchen und sie zu finden.

Wie viele dieser Besprechungen Sie im Laufe Ihrer Amtszeit geführt haben, konnten wir nicht genau eruieren. Es war eine beachtliche Zahl, geschätzt um die 1000.

Nicht in allem waren wir uns einig, aber immer stand bei allen Entscheidungen das Wohl Ihrer Schule und die Sorge für das Kollegium und Ihre Schüler im Vordergrund, auch wenn manche Entscheidungen schwerfielen und auch schmerzlich waren.

In all den Jahren hat Ihre Tür stets für uns offen gestanden und wir möchten uns für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken.

Insbesondere in den letzten 1 ½ Jahren, als uns die Corona-Pandemie vor besondere Herausforderungen stellte, haben Sie uns immer mit ins Boot genommen und die enge Verbindung zwischen Schulleitung und Personalvertretung gesucht. So waren wir in vieles eingebunden und konnten zusammen mit Ihnen dazu beitragen, unser Schiff „OWG“ möglichst gut durch die noch immer andauernde Krise zu lavieren.

Ihre schulische Reise geht nun hier zu Ende, der Kapitän verlässt das Schiff und bricht zu neuen Ufern auf. Wir wünschen Ihnen eine spannende Reiseroute außerhalb der bekannten Gewässer. Es gibt unzählige neue, sehenswerte Ziele, die Sie nun, gemeinsam mit Ihrer Frau und Ihrer Familie, erkunden können. Betreten Sie Neuland und lassen Sie sich ein auf neue Herausforderungen! Wir sind sicher, Sie werden sich schnell an ein Leben ohne Schule gewöhnen.

Im Namen der gesamten Crew sagen wir: Gute Fahrt und „Schiff ahoi“!

Eltern – Schulelternbeirat
(Johanna Hämpel)

Eine neue Zeitrechnung beginnt für Herrn Dr. Neuberger, seine Dienstzeit als Lehrer und Schulleiter ist mit den Sommerferien zu Ende.

Schulleitung kann man nicht studieren, das funktioniert nur mit einem hohen persönlichen Interesse und außergewöhnlichem Engagement. Beides hat der Schulelternbeirat in einer langjährigen Zusammenarbeit an Ihnen schätzen gelernt. Lehrer sein und eine Schule leiten, war für Herrn Neuberger nicht nur ein Beruf, sondern das ist seine Berufung. Wir Eltern hatten immer das Gefühl, dass Sie gerne mit unseren Kindern zu tun haben, um sie zu erziehen und zu fördern. Sie waren immer ein Anwalt der jungen Menschen, die alle mehr können, als wir Ihnen zutrauen und glauben. Dabei haben Sie das komplexe Gefüge, die Schule, stets mit Ihrem Team in Gang gehalten. Als SEB-Vorsitzende habe ich Sie immer mit einem Plan erlebt. Für uns Eltern hatten Sie immer ein offenes Ohr und führten diese Gespräche stets auf Augenhöhe. Vielen Dank dafür!

Für Ihren Ruhestand wünschen wir Ihnen von Herzen viel Freude und Zeit mit der Familie, viel Gesundheit, viel Spaß auf Reisen außerhalb der Ferien und ein Wiedersehen bei den vielen OWG-Veranstaltungen!

Lieber Herr Neuberger, alles Gute für Ihre Zukunft!

Schüler*innen – SV-Team

Das OWG ohne Sie als Schulleiter, Herr Dr. Neuberger, ist für uns, die wir unsere gesamte Schulzeit mit Ihnen verbracht haben, zunächst schwer vorstellbar. Auch wenn viele Schüler*innen Sie „nur“ als ihren Schulleiter wahrnahmen und eher wenig Kontakt zu Ihnen hatten, waren Sie immer für Ihre Schülerschaft als Ganzes da.

Sie unterstützten viele unserer Ideen und halfen gerne, wo geholfen werden konnte. Sie hatten immer Interesse daran, uns auch außerhalb des Unterrichts zu fördern und uns neue Projekte, Austausche und andere Fahrten zu ermöglichen, die ein erfülltes Schulleben einfach ausmachen. Unsere Interessen und Meinungen waren Ihnen sehr wichtig, weshalb Sie sich wöchentlich Zeit für einen gemeinsames Gespräch mit den Schülersprechern nahmen.

Sie werden dem OWG fehlen! Wir wünschen Ihnen alles Gute und freuen uns, Sie sicher an manchen Festlichkeiten hier am OWG wiedersehen zu dürfen.

Redaktionsteam des OWG.magazins

Lieber Herr Dr. Neuberger,

natürlich lassen auch wir als Redaktionsteam des owg.magazins es uns nicht nehmen, noch ein paar letzte Worte an Sie zu richten.

Nun schon im zweiten Jahr bilden wir, das sind Nathalie Heisel und Julia Zirker, mit Ihnen gemeinsam das Redaktionsteam des owg.magazins. Mit großem Respekt traten wir dieser Aufgabe entgegen, denn das erste owg.magazin hatte die Messlatte qualitativ sehr hoch gelegt. Fast schon ehrfürchtig betrachteten wir die erste Ausgabe und waren uns nicht immer sicher, deren Anspruch in den nächsten Ausgaben erhalten zu können.

In regelmäßigen Treffen erfolgte ein reger Austausch über alle möglichen Themen, die unsere Schulgemeinschaft bewegen oder bewegt haben. In enger Zusammenarbeit und kritischen Diskussionen sind seit dieser Zeit zwei hochwertige Magazine entstanden, die uns mit Stolz erfüllen, da sie einiges an Arbeit, sicher auch an Nerven und Tränen, gekostet, sich jedoch beide Male gelohnt haben.

Schon vor unserer Zusammenarbeit war Ihnen das Magazin als Forum des Meinungsaustausches sehr wichtig, weshalb Sie die Grundidee des Magazins geschaffen und darauf geachtet haben, dass diese weitergetragen wird. Nun ist es an uns, das Magazin weiterzutragen und immer weiterzuentwickeln. Sicher werden wir uns bei den folgenden Ausgaben oft fragen: „Was hätte Dr. Neuberger dazu gesagt?“.

Wir bedanken uns für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung und wünschen Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute!